Dienstag, 24. Juni 2014

♥. Rezension .♥ || "Das Mädchen auf den Klippen" von Lucinda Riley.

                       Allgemeine Informationen zum Buch                              

 



Titel: Das Mädchen auf den Klippen
Autor: Lucinda Riley

Übersetzer: Sonja Hauser
Herausgeber: Goldmann - Verlag
Erscheinungsdatum: 15.05.2012
Originaltitel: The Girl on the Cliff

Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 464 Seiten
Genre: Belletristik || Familien-Saga || Roman
ISBN:
978-3442477890
Preis: 9.95€
Hier erhältlich: Amazon || Thalia || Verlag







                             Inhaltsangabe || Klappentext                                       


Ein Haus an den Klippen. Eine schicksalhafte Liebe. Ein Mädchen auf der Suche nach seiner Mutter. Mit gebrochenem Herzen sucht die Bildhauerin Grania Ryan Zuflucht in ihrer irischen Heimat. Bei einem Spaziergang an der Steilküste von Dunworley Bay wird Grania jäh aus ihren trüben Gedanken gerissen: Am Rande der Klippen steht ein Mädchen, barfuß und nur mit einem Nachthemd bekleidet. Der Wind zerrt an der zerbrechlichen Gestalt, und von plötzlicher Sorge ergriffen spricht sie das Kind an. – Ohne es zu ahnen, stößt Grania durch diese Begegnung die Tür zu einer über Generationen reichenden, tragischen Familiengeschichte auf – ihrer Geschichte.

                        Inhalt in meinen eigenen Worten                                    

Grania. Eine junge Frau gezeichnet vom Leben, kehrt zurück zu ihren Eltern nach Irland. Dort hat sie allerlei Zeit, das Geschehene zu verarbeiten, doch bei einem Spaziergang entdeckt sie ein jungen Mädchen, nur in einem Nachthemd bekleidet. Ihre Instinkte zwingen sie dazu, das Kind anzusprechen und es entwickelte sich eine Freundschaft, die viel mehr mit sich bringt, als Grania ahnt - ihre Mutter hingegen weiß um dieses Schicksal und ist alles andere als begeistert.

                                   Ausführliche Rezension                                            

Cover und Aufmachung:
Ich habe das Buch schon eine geraume Weile im Regal stehen, doch erst als ich es vor einigen Tagen herausgezogen habe, ist mir aufgefallen, wie schön das Cover eigentlich ist. Die rosa Blüten, in Kombination mit der steinernen Treppe, gepaart mit den ganz zarten Klippen links im Bild ergibt das ein Bild der vollkommenen Idylle, was außerdem noch leicht historisch angehaucht ist. Ebenfalls schön finde ich, wie alles recht matt wirkt, bis auf die Blumen, die auch auf dem Buchrücken anzutreffen sind. Für mich ein rundum gelunges Cover, das zum Lesen einlädt.

Schreibstil und Perspektive:
Selten habe ich ein Buch so hautnah erlebt wie Dieses! Der Stil ist sehr realistisch, eingehend, tiefergehend und vor allem bildlich. Jedes einzelne Mal wenn ich begonnen habe zu lesen, bin ich in die Welt von Grania und Mary hinab getaucht und konnte mich diesem intensiven Stil auch nach dem Lesen kaum entziehen. Lucinda Riley schreibt unglaublich lebensnah, hat eine wunderbare Mischung zwischen alt und neu bezüglich der Sprache gewählt und alles in allem war ich wieder einmal gänzlich vom Talent dieser Frau überzeugt.
Die Perspektive hingegen, hat mich an so manch einer Stelle dem Wahnsinn nahe gebracht; doch beginnen wir zuvor. Aurora ist quasi die Erzählerin der gesamten Geschichte, dementsprechend sind immer wieder, sehr kurze [ca. 1-2 Seiten] Passagen, die in der Ich-Form erzählt werden. Dann beginnt sie zu berichten, was sich damals mit Grania zugetragen hat, dementsprechend spielt diese dann die Hauptrolle und man erlebt alles aus der Sicht eines Erzählers [3.te Person]; doch während man damit nicht schon genug gefordert werden würde, schildet nach einigen Kapiteln dann auch noch Grania's Mutter Kathleen aus der Vergangenheit, sodass Mary, die Hauptrolle spielt. Immer wieder wechseln die Zeiten und Schauplätze, doch das Familienchaos verwirrte mich zunehmend. Die beiden Familien Ryan und Lisle war unfassbar kompliziert miteinander verbunden, und die ganzen Beteiligten machten die Verwirrung perfekt. Selbst der Stammbaum, der in der Mitte des Buches zu finden ist, half mir nicht immer. Zu viele Namen, zu viele Beteiligte. erst als die Geschichte von Mary zu Ende ging und eine Generation der Lisles und Ryans verschwand, kam ein wenig Klarheit rein. Vielleicht lag alles auch daran, dass ich eine viel zu lange Zeit nichts mehr gelesen hatte, doch ich glaube, das erging nicht nur mir persönlich so.

Protagonisten und weitere Figuren:
Ich frage mich eben, ob es in diesem Buch wirklich einen Hauptprotagonisten gibt. Im Grunde müsste das die Erzählerin Aurora sein, doch da man von ihr nicht allzu viel mitbekommt, verlege ich diesen Punkt auf Grania und Mary. Beide Frauen waren sehr verschieden, und doch auch so gleich. Während Grania sehr elegant, modern und stolz war, stellte Mary als bodenständige, fleißige Frau das pure Gegenteil von Grania da. Nicht im Sinne davon, dass Grania faul wäre, nur wird Mary als sehr eifriges Personal dargestellt, während die andere "nur" Künstlerin ist und sich momentan ohnehin aus ihrem Leben in New York zurück zieht. Dennoch verbindet die beiden mehrere Faktoren, am meisten wohl die Liebe zu Kindern. Außerdem überzeugen beide durch Liebeswürdigkeit, Sympathie und Herzlichkeit. Man muss die beiden einfach von Anfang an mögen, was mir persönlich ziemlich leicht fiel. Beide haben schlimme Verluste zu verbochen, was ihnen auch noch den Mitleids-Punkt eines Lesern einbringt. Sowohl Mary als auch Grania haben sich binnen weniger Seiten ein Platz in meinem Herzen erkämpft und ich konnte herrlich intensiv mit ihnen mitfiebern.
Da es neben den beiden Frauen noch unglaubliche viele, beteiligte Figuren gibt, kann ich durchaus nachvollziehen, dass nicht jede mit ausführlicher Tiefe dargestellt wurde; doch alle die einen mehr oder weniger wichtigen Posten besetzten, waren sehr eingehend beschrieben, sodass man sich auch von den "unwichtigen" Leuten ein klares Bild machen konnte. Kurz um: die Figuren empfand ich trotz der Masse sehr liebenswert und gut ausgearbeitet, wenngleich ich es an sich doch zu viel fand. 


Handlung, Idee, Umsetzung:
Im Grunde dreht sich bei den Familiensagen ja immer alles um verschiedene Generationen, mehrere Zeitebenen und Epochen und ein Geheimnis, was alles miteinander verbindet - so auch hier. Doch Lucinda Riley vebraut hier viele Elemente, die dann doch sehr überraschend kamen und die ich bisher auch noch nie in einem Buch vorgefunden habe. Doch beginnen wir auch hier am besten ganz am Anfang. Alles beginnt mit einer gebrochenen Frau, die durch ein kleines Mädchen wieder anfängt, an das Leben zu glauben. Doch das Mädchen bringt nicht nur Glück und Freude mit sich, sondern auch ein dunkler Schatten über die Familie der besagten jungen Frau. Erinnerungen keimen auf, und das sind keinefalls Gute. Nach und nach erfährt der Leser also, was genau das für Erinnerungen und Geheimnisse sind, und dabei spielen noch weitere Generationen eine wichtige Rolle. Während in den meisten Familiensagen das schon alles war, verknüpft die Autorin in diesem Buch noch allerlei Krankheiten, illegalen Aktivitäten und mehrere, verschiedene Länder. Außerdem sind so viele unglaublich unterschiedliche Figuren beteiligt, die alle für noch mehr Abwechslung in der Geschichte sorgten, und von jede Menge Talent sowie Kreativität der Autorin zeugen. Mich persönlich hat die Handlung sowie die vielen neuen, erfrischenden Ideen Lucinda Riley's tatsächlich überrascht und ich empfand die Gesamt-Story als sehr gut umgesetzt. Der unerwartete Schluss, den die Autorin gewählt hat, sorgt noch einmal für eine ausgiebige Spannung, die sich zwar durch das gesamte Buch zieht, gen des letzten Drittels aber noch einmal das Feld von hinten aufräumt und deutlich ansteigt.

                   Zusammenfassung, Fazit & Bewertung                               

An und für sich konnte mich Lucinda Riley auch mit diesem Buch wieder komplett überzeugen, wenngleich meine Begeisterung doch auch durch eine kleine Schwäche ein wenig gedämpft wird. Durch diese etlichen Figuren verliert man viel zu schnell den Überblick und man ist zunehmend verwirrt. Ist der Teil des Buches, in der 3 Generationen vorkommen dann überstanden, wird es auch wieder deutlich leichter zu lesen. Ansonsten hat mir Schreibstil, Handlung, Ideen und vor allem die Atmosphäre beim Lesen sehr gefallen und ich lass mich durch diesen kleinen Kritikpunkt nicht davon abhalten, auch weitere Bücher der Autorin zu lesen!




Ich vergebe sehr gut gemeinte 4 Bäumchen !!





                              Zusätzliche Information an die Leser                       

Ich möchte noch anmerken, dass diese Rezension auf meiner persönlichen Meinung beruht. Ich verstehe, dass es sicherlich viele/einige andere Meinungen dazu gibt. Ich hoffe dennoch, euch diese Rezension gefallen hat und falls, ihr noch am Zweifeln ward, auch geholfen haben könnte. Falls ihr Fragen habt zu dem Buch, lasst sie einfach in den Kommentaren da; gern würde ich auch erfahren, wie ihr das Buch fandet, falls ihr es schon gelesen habt. Links zu Rezensionen sind immer gern gesehen! Bis dahin alles Liebe, eure Merely ♥

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