Donnerstag, 3. Juli 2014

♥. Rezension .♥ || "Starters" von Lissa Price.

                       Allgemeine Informationen zum Buch                              
 




Titel: Starters
Autor: Lissa Price

Übersetzer: Birgit Res-Bohusch
Herausgeber: ivi - Verlag bzw. Piper Verlag
Erscheinungsdatum: 12.03.2012
Originaltitel: Starters

Format: gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 398 Seiten
Genre: Jugendbuch || Dystopie
Empfohlen: ab 14 Jahren
ISBN:
978-3492702638
Preis: 15,99€
Hier erhältlich: Amazon || Thalia || Verlag







                             Inhaltsangabe || Klappentext                                       


Die Body Bank, ein mysteriöses wissenschaftliches Institut, bietet Callie eine einzigartige Möglichkeit, an Geld zu kommen: Sie lässt ihr Bewusstsein ausschalten, während eine reiche Mieterin die Kontrolle über ihren Körper übernimmt. Aber Callie erwacht früher als geplant, in einem fremden Leben. Sie bewohnt plötzlich eine teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und verliebt sich in den jungen Blake. Doch bald findet sie heraus, dass ihr Körper nur zu einem Zweck gemietet wurde - um einen furchtbaren Plan zu verwirklichen, den Callie um jeden Preis verhindern muss ...

                        Inhalt in meinen eigenen Worten                                    

Callie's Leben hat sich nach dem Krieg dramatisch verändert, denn beide Elternteile sind den Sporen zum Opfer gefallen. Jetzt ist der junge Teen ganz allein für sich verantwortlich; und für ihren kleinen Bruder Tyler gleich mit. Ein Leben auf der Straße ist für keinen leicht und Callie setzt alles daran, ihrem Bruder täglich etwas zu Essen bieten zu können. Doch dann erhält sie die Informationen über die Body Bank, und das Honorar klingt derart verführerisch, dass sie sich auf die Sache einlässt; sie vermietet ihren Körper. Doch dass dabei so einiges schief läuft und sie viel zu früh ihr Bewusstsein wieder erlangt, und in einem fremden Leben, in einem luxuriösen Leben wieder zu sich kommt, konnte keiner ahnen. Wenn das doch nur schon alles wäre...

                                   Ausführliche Rezension                                            

Cover und Aufmachung:
Anfangs konnte mich das Cover in keinsterweise ansprechen. Meiner Meinung nach war es zu schlicht und drückte zu wenig aus. Doch nun, da ich die Story kenne, empfinde ich es als nahezu perfekt. Das schlichte, gar sterile und kalte Design spiegelt exakt das wieder, was man auch in der Geschichte findet. Durch die perfekte Haut, die Züge die einem Ideal entsprechen und die nicht vorhandenen Augen drücken Perfektion und Leere aus, als würde das Mädchen einer Puppe gleichen, einem Ding - keinem Mensch. Außerdem sorgt die matte Beschaffenheit des Schutzumschlags zusätzlich für Distanz und Kälte, ebenso wie es die Farben tun. Kurz um: wenns nach mir geht, gibt es wohl kein besseres Coverbild als dieses!

Schreibstil und Perspektive:
Lissa Price schreibt sehr jugendgerecht und findet auch für heiklere Szenen die richtigen Worte. Das Buch hat sich sehr schnell weglesen lassen, der Lesefluss wurde nie unterbrochen. Bildhafte und realitätsnahe Beschreibungen sorgten dafür, sich die Szenen vor dem inneren Auge klar vorzustellen und das Buch zu erleben, als wäre man hautnah dabei. Selbst die Tatsache, dass ich kein großer Freund von der "erste-Person-Perspektive" bin, hat mich das durch die gewählte Sprache und den leseleichten Schreibstil bei "Starters" überhaupt nicht gestört. Ich kann mir sogar, wenn ich jetzt so darüber nachdenke, garnicht vorstellen, wie es gewesen wäre, aus der dritten Person zu lesen. Kurz um: sowohl Sprache, Stil als auch Perspektive haben mir herrlich gut gefallen und sorgten für einige schöne Momente.

Protagonisten und weitere Figuren:
Callie stellte sich schnell als regelrechte Kämpferin heraus, was sie mir direkt sympathisch machte. Ich bewundere so junge Mädchen, die wissen, was Verantwortung ist und sich durch Mut und Herzlichkeit auszeichnen. Lissa Price hat es geschafft, die perfekte Mischung zwischen großer Schwester und kleine Kriegerin geschaffen und hat dafür gesorgt, dass man Callie einfach lieben musste. Trotz der Endzeit-Geschichte war die 16-Jährige authentisch und lebensecht dargestellt worden und erfüllte in keinsterweise irgendein Klischee. Callie kämpfte um das Überleben, um ihr eigenes und das ihres kleinen Bruders. Ich jedenfalls konnte herrlich gut mit dem Teenager mitfiebern und all ihr Handeln, ihre Gedanken und ihre Worte nachvollziehen, sodass ich sie binnen kürzester Zeit ins Herz geschlossen hatte.
Alle anderen, vorkommenden Charaktere empfand ich als ausreichend detailliert beschrieben, vor allem an Blake hatte ich schnell einen Narren gefressen. Für mich verkörperte er einen nahezu perfekten Traummann und ich glaube, dass er auch die Herzen jüngerer und älterer Leser im Sturm erobern kann. Ebenso mochte ich auch Lauren und Madison sehr gerne, und auch wenn sie kaum auftauchte, hab ich mich auch über Helena's gelegentliches Auftauchen immerzu gefreut. Wen ich nicht ganz so gern hatte, war Michael - aber das war eher ein persönlichem Empfinden von mir und ich glaube, andere Leser könnten da sicher anderer Meinung sein.


Handlung, Idee, Umsetzung:
Callie, ein junges Mädchen, wird unerwartet zur Waise und übernimmt voller Selbstverständlichkeit die Verantwortung für ihren kleinen Bruder Tyler. Im Grunde gab es das wohl schon öfters, doch ist es a) der Grund wieso die beiden zu Waisen wurden und b) das Leben in der dortigen Zeit völlig anderes als ich erwartet hatte. Mir gefiel die Idee, die Lissa Price hier zu Papier gebracht hat unglaublich und ich muss sagen, dass sie mich nicht nur einmal richtig überraschen konnte. Die eingebauten Elemente, die unvorhersehbaren Wendungen sowie die Kreativität der Autorin überzeugten mich gänzlich. Auch wenn der Einstieg ein wenig langsam, bespikt mit vielen Beschreibungen und Ausschmückungen sowie Erklärungen, wirkte, so bin ich nun doch froh, alles so genau erfahren zu haben; wären am Ende wohl sonst doch etliche weitere Fragen zu beantworten gewesen und hätten dem immens interessanten, sowie rasanten Schluss die Show gestohlen.


                   Zusammenfassung, Fazit & Bewertung                               

Mein Fazit zu dem Buch ist also, dass es mir von der ersten bis zur letzten Seite unheimlich gut gefallen hat und ich die zarten Spannungspausen durch bildhafte Beschreibungen und eingehende Erklärungen wieder wett gemacht sah. Leider fehlte mir letztlich doch die Wow-Effekt, sodass ich nicht die komplette Bäumchen-Anzahl vergeben kann. Dennoch empfehle ich Starters sowohl der jungen wie auch älteren Generation bedingungslos.


Ich vergebe 4.5 von 5 Bäumchen


                              Zusätzliche Information an die Leser                       

Ich möchte noch anmerken, dass diese Rezension auf meiner persönlichen Meinung beruht. Ich verstehe, dass es sicherlich viele/einige andere Meinungen dazu gibt. Ich hoffe dennoch, euch diese Rezension gefallen hat und falls, ihr noch am Zweifeln ward, auch geholfen haben könnte. Falls ihr Fragen habt zu dem Buch, lasst sie einfach in den Kommentaren da; gern würde ich auch erfahren, wie ihr das Buch fandet, falls ihr es schon gelesen habt. Links zu Rezensionen sind immer gern gesehen! Bis dahin alles Liebe, eure Merely ♥

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