Donnerstag, 7. August 2014

♥. Rezension .♥ || "Das göttliche Mädchen" von Aimée Carter.

                       Allgemeine Informationen zum Buch                              
 



Titel: Das göttliche Mädchen
Autor: Aimée Carter

Serie/Reihe: Band 1
Die göttliche Braut [Band2: bereits erschienen]
Der Preis der Ewigkeit [Band3: bereits erschienen]

Herausgeber: Mira - Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum: 10.Mai.2012
Originaltitel:
The Goddess Test
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 304 Seiten

Genre: Jugendbuch || Fantasy
Empfohlen: ab 13 Jahren [meine Einschätzung]
ISBN: 978-3862783267
Preis: 9.99€
Hier erhältlich: Amazon || Thalia || Verlag






                             Inhaltsangabe || Klappentext                                       


Du kannst das Leben deiner Mutter retten - wenn du als Wintermädchen bestehst!
Sie sind nach Eden gekommen, weil es der Wunsch ihrer sterbenskranken Mutter ist. Hier lernt Kate den attraktiven und stillen Henry kennen. Seit der ersten Begegnung fühlt sie sich auf unerklärliche Weise zu ihm hingezogen. Er sieht so gut aus und scheint gleichzeitig so ... unendlich traurig zu sein.
Bald erfährt Kate, warum: Er ist Hades, der Gott der Unterwelt! Und er macht ihr ein unglaubliches Angebot: Er wird ihre Mutter heilen, wenn Kate sieben Prüfungen besteht und sein geliebtes Wintermädchen wird. Aber ob ihre Seele für ein Winterleben stark genug ist? Bisher haben alle ihr Scheitern mit dem Tod bezahlt.
                                   Ausführliche Rezension                                            


Cover und Aufmachung:
Ich komme einfach nicht davon los, dass das Mädchen auf dem Cover auf den ersten Blick eine gewisse Ähnlichkeit mit Megan Fox hat, als diese noch jünger war.. findet ihr nicht auch? Okay, kann auch sein, ich seh nur was ich sehen will :D Das Cover gefällt mir jedenfalls sehr gut und ich mag die gewählte Schrift unglaublich gern. Dieses Grünzeug, in dem das Mädchen liegt, dazu diese "Brushes" unten rechts und oben links - all das harmoniert in meinen Augen total gut zusammen, sodass ein wirklich schönes Bild entsteht. Schön gefunden hätte ich jedoch, wenn sich irgendwas abheben würde, die Schrift oder vielleicht die Ornamente - was auch immer, jedenfalls ist es komplett "einfach" und ohne große Special-Effects.



Schreibstil und Perspektive:
Der Stil von Aimée Carter ist leicht zu lesen, sorgt für einen schönen Lesefluss. Ihre Beschreibungen, Detaillierungen und Ausschweifungen lassen ein klares Bild entstehen, sodass man quasi mitten in die Geschichte hinein gezogen wird. Die jugendgerechte Sprache sorgt dafür, dass auch jüngere Leser keine Probleme haben, schnell voran zu kommen. Kurz gesagt: der Stil sowie die Sprache waren nichts Weltbewegendes, aber trotzdem sehr schön zu lesen. Die Perspektive, aus der das Buch geschrieben wurde, ist nicht meine Liebste, und doch kam ich mit der ersten Person/Vergangenheit sehr gut zurecht und mich störte es in diesem Buch rein garnicht, im Gegenteil! Dadurch dass ich alles aus der "Ich-Perspektive" gelesen habe, fühlte ich mich der Story noch ein wenig näher.




Protagonisten und weitere Figuren:
Kate, die Hauptfigur der Geschichte, hatte es nicht ganz so leicht bei mir. In meinen Augen war sie zu distanziert gegenüber allem und jedem. Ich kann mich nicht in die Lage einer 18-Jährigen, die im Begriff ist, ihre Mutter für immer zu verlieren, nicht hinein versetzen, aber dennoch glaube ich, dass ein Teenager vielleicht doch etwas mehr Selbstständigkeit verkörpern sollte. Kate war überhaupt nicht das Mädchen, das ich mir wünschte: sie mochte keine Kleider, hat sich bisher nie für Jungs interessiert und lebte lieber in ihrer eigenen, kleinen Welt, um Karten zu spielen oder in Selbstmitleid zu versinken. Natürlich besserte sich meine Meinung im Laufe der Geschichte, auch eine gewisse Sympathie gegenüber der Protagonistin kann ich im Nachhinein nicht leugnen. Ich will nicht behaupten, dass Kate nicht authentisch und lebensecht war; im Gegenteil! - ich bin mir sicher, dass es etliche Mädchen/junge Frauen gibt, die exakt so ticken wie Kate, nur kann ich mir jemanden wie sie nicht als beste Freundin vorstellen, weil er doch der letzte Feinschliff fehlte. Ansonsten war sie tiefgründig dargestellt worden, besaß eine Menge Gefühle und vor allem ihre Art wie sie mit manchen Tatsachen umging, erstaunte mich. Kurz gesagt: Kate hat eine gewisse Zeit gebraucht, um sich zu einer netten Figur zu mausern, sodass ich erst gen Mittelteil so richtig mit ihr mitfiebern konnte.
Henry, der männliche Hauptpart der Geschichte, überzeugte mich da wesentlich schneller. Auch wenn er optisch garnicht mein Typ war, so empfand ich ihn quasi von der ersten Seite an als sympathisch und liebenswert. Er besaß nun auch mal so Eigenheiten, die ich ganz gern mag: an vorderster Front: er war geheimnisvoll, und das nicht zu knapp. Mit ihm mitzufiebern fiel mir deutlich leichter, wenngleich auch er Charaktereigenschaften aufwies, die mir nicht vollkommen zusagten, doch darüber konnte ich getrost hinweg sehen. Alles in allem waren die Charaktere also nicht 1:1 mein Fall, und doch konnte ich mich mit ihnen arrangieren.
Alle weiteren Figuren, die nur nebensächlich eine Rolle spielten, empfand ich als ausreichend eingehend dargestellt. Man konnte sich einen jeden gut vor Augen führen und jeder besaß genügend Details, damit keine Verwechslungen passieren konnten.

Handlung, Idee, Umsetzung: 
Eine 18-Jährige widmet quasi ihr gesamtes Leben der Pflege ihrer krebskranken Mutter und stellt ihr eigenes Wohl hinten an. Als sie jedoch den geheimnisvollen Henry kennen lernt, wird sich ihr Leben von Grund auf verändern. Sie gerät in eine Welt, die sich einzig und allein um die griechische Mythologie dreht - und dann wird aus Mythologie eben Geschichte. Die Idee die dahinter steckt, kam mir bereits bekannt vor, nämlich aus der "Göttlich-Trilogie". Ich möchte diese beiden Geschichten aber überhaupt nicht miteinander vergleichen, denn bis auf die griechische Mythologie haben sie nicht viel gemeinsam. Mir persönlich haben bei diesem Buch hier einige wichtige Punkte gefehlt, was die Beschreibung und Einbindung einer so allumfassenden Mythologie anging. Ich hätte mir viel mehr Ausschmückungen und Details gewünscht, mehr Hintergrundinfos und Verbindungen. Da in diesem Buch jeder griechische Gott von einem normalen Menschen dargestellt wurde, habe ich immer wieder den Überblick verloren, wer nun wen verkörperte und das störte doch an mancher Stelle sehr. Ansonsten gab es noch was, was mir fehlte: nämlich die Spannung. Die ersten beiden Drittel des Buches plätscherten einfach einem kleinen Bächlein gleich dahin, ohne dass etwas Nennenswertes passierte. Natürlich begann ich irgendwann mit Kate mitzufiebern, aber ein wenig Action hätte der Geschichte gut getan. Gegen den letzten 50-70 Seiten zog die Autorin das Tempo dann doch nochmal an und es gab einige Überraschungen, mit denen ich niemals gerechnet hätte. Obwohl mit das Ende sehr gut gefiel und mich nochmal ordentlich mitriss, konnte das das Ruder auch nicht mehr rumreißen.

                   Zusammenfassung, Fazit & Bewertung                               

Dieses Werk konnte mich leider nicht überzeugen, denn obwohl ich mit keinen allzu hohen Erwartungen ran gegangen bin, erfüllte es meine Vorraussetzungen nicht komplett. Spannung fehlte, die Protagonistin war nicht mein Fall und auch der etwas lasche Schreibstil sind Kritik-Punkte, die ich euch nicht verschweigen kann. Nichts desto trotz werde ich die Trilogie weiter verfolgen, denn schließlich will ich wissen, wie es weitergeht.


3 von 5 möglichen Bäumchen


                              Zusätzliche Information an die Leser                       

Ich möchte noch anmerken, dass diese Rezension auf meiner persönlichen Meinung beruht. Ich verstehe, dass es sicherlich viele/einige andere Meinungen dazu gibt. Ich hoffe dennoch, euch diese Rezension gefallen hat und falls, ihr noch am Zweifeln ward, auch geholfen haben könnte. Falls ihr Fragen habt zu dem Buch, lasst sie einfach in den Kommentaren da; gern würde ich auch erfahren, wie ihr das Buch fandet, falls ihr es schon gelesen habt. Links zu Rezensionen sind immer gern gesehen! Bis dahin alles Liebe, eure Merely ♥

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